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NATUREZA

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NATUREZA - Auf der Suche nach Harmonie zwischen Mensch und Natur.

 

Ende 2015, nachdem ich von meinem Auslandssemester auf Vancouver Island nach Deutschland zurückgekehrt war, beschloss ich, mich auf die Suche nach der unberührten Schönheit der Natur zu machen. Schon in Kanada habe ich eine Natur erlebt, die trotz menschlicher Einflüsse weitgehend unberührt und ursprünglich geblieben ist. Nachdem ich meine Fotografie dort bereits der Natur gewidmet hatte, fragte ich mich, was es für uns Menschen bedeutet, im Einklang mit der Natur zu leben – und ob das überhaupt möglich ist.

 

Ich überlegte, wohin ich gehen könnte, um genau das zu zeigen. Ich las über verschiedene Kulturen und Orte der Erde und stieß über die Entwicklung und Evolution der Tiere auf den Amazonas. Der 4,2 Millionen Quadratkilometer große Regenwald ist Heimat von Hunderttausenden Arten von Pflanzen, Tieren, Pilzen, Mikroben und Bakterien. Allein im brasilianischen Teil Amazoniens leben rund 13 % aller Tiere unseres Planeten. Ein Ökosystem, das Spezialisten hervorbringt: Lebewesen, die im Kreislauf ihres Ökosystems von anderen abhängen. Fällt ein Teil des Systems weg, können sich die nachfolgenden nicht mehr versorgen. Die Folge ist der Zusammenbruch des Ökosystems.

 

Im April 2016 reiste ich ohne wissenschaftlichen Ansatz nach Acre im Westen Amazoniens. Dass ich ausgerechnet im brasilianischen Bundesstaat Acre Fuß fasste, war reiner Zufall. In Acre selbst leben etwa 8.400 Indigene in 28 Gebieten. Mein besonderes Interesse galt jedoch nicht ihnen, sondern den Nachfahren der Kautschukbauern, bei denen ich fast einen Monat lebte und meine Eindrücke sammelte, die ich durch meine Arbeit vermittle. Ihre Vorfahren kamen Anfang des 19. Jahrhunderts nach Acre, um im Kautschukboom Arbeit zu finden. Diese Menschen führen ein sehr einfaches Leben mit wenig Einfluss der Zivilisation – der jedoch immer größer wird.

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